Das köstlichste der ganzen BioFach waren zwei Produkte von Richard Jannsen (Della Natura) aus Köln: Gedünstete Maronen und eingelegte getrocknete Tomaten. Beides wirklich großartig direkt aus dem Beutel als Beilage oder als Snack zum Wein.
Den Veggieburger von McD kann man ja so wirklich nicht alleine stehen lassen. Daher habe ich mich auf der BioFach nach Alternativen umgesehen.
Dabei ist mir folgendes Kühlregal mit Burgern von Natursoy in Barcelona ins Auge gesprungen. Fette Auswahl, auch in Deutschland erhältlich.
Burger von Natursoy
Lecker auch die neuen “Traum-Monde” von Soto.
Traummonde von Soto
Überwältigend auch die Auswahl von Wheaty: Tolle Würstchen aus Seitan und Tofu. Da sieht die fiese Bifi schon lange alt aus.
Würstchen von Wheaty
Wirklich innovativ ist das Dinkel-Seitan von Amanprana/Noble House aus Belgien. Wer eine Weizeneiweißallergie hat, den haut normales Seitan schnell um, denn Seitan besteht fast ausschließlich aus Gluten. Das Dinkel-Seitan besteht entsprechend aus Dinkel-Gluten. Es wird von Hand gefertigt, das ist prima, leider ist es ein wenig zu weich für meinen Geschmack. Gibt es bisland nicht im Handel, aber bald… Übrigens ein intessantes Unternehmen: http://www.noble-house.tk
Nein, MacDonald´s ist definitiv nicht der Essensanbieter der Wahl. Aber dennoch bitten wir um einen kurzen Moment der Aufmerksamkeit: Es gibt endlich wieder einen Veggieburger. Mit sage und schreibe 1507 Kalorien Kilojoule für nur einen Euro zehn - das ist ein sagenhaftes ordentliches Preis-Leistungsverhältnis. (Das sind nur rund 360 Kilokalorien, wie Bambi zurecht anmerkt. Das schmeckt man auch. Ich habe gestern den Burger probiert und war lange nicht so satt, wie es bei 1500 Kalorien zu erwarten gewesen wäre. Ach ja: War schon ganz schmackhaft der Burger, aber ein wenig weich und klebrig.)
In der Süddeutschen Zeitung vom 9.2. sagte der McDonalds-Deutschland-Chef Bane Knezevic übrigens: “Wir sind kein grünes Unternehmen”. Hintergrund waren die zahlreichen Mutmaßungen, mit dem Farbwechsel des Firmelogos von rot auf grün solle auch ein stärkeres Umweltbewusstsein des Konzerns signalisiert werden. “Das war nie Teil der Strategie”, sagte Knesevic dazu.
Wir Kunden und Verbraucher werden belogen und betrogen – da kann nur der Rundumschlag helfen. Unter dieser Prämisse bleibt uns eine kritische Haltung, um Gesundheitsgefahren, Umweltproblemen und sozialen Missständen in fernen Erzeugerländern zu begegnen. Das Autorenduo Annette Sabersky und Jörg Zittlau nennt ihr nun drittes gemeinsames Werk ein „Handbuch für kritische Verbraucher“.
Für die Werbebranche ist das Finale der Football-Liga NFL einer der wichtigsten Termine des Jahres. Die Industrie produziert größtenteils Kampagnen einzig und allein für die “Super Bowl”-Werbepausen. So auch Audi. Deren “Green-Police”-Kampagne sorgte für einigen Unmut, aber auch zur Belustigung. Im Mittelpunkt der nicht gänzlich ernst gemeinten Social Media-Kampagne steht die fiktive “Green Police”, die es sich – unterstützt von Audi – offenbar zur Aufgabe gemacht hat, unsere Umwelt vor der Zerstörung zu retten. Sie verfolgt Umweltsünder, die Pastik- statt Papiertaschen kaufen oder den Müll nicht korrekt trennen. Wer einen Audi fährt, kommt hingegen mühelos durch die Straßensperren, die alle anderen Dreckschleudern aufhalten und abkassieren.
Während mehrere US-Medien for allem der Begriff “Grüne Polizei” aufstieß - in den USA nannte man die Ordnungspolizei der Nazis in Deutschland so - wächst auf anderer Seite der Vorwurf des Greenwashing weiter heran, ist doch Audi mit seinem Fuhpark bislang nicht durch sonderlich spritsparende Modelle oder innovative Technologien in Erscheinung getreten. Die Green Police wird so zum Greenwash-Gehilfen.
Aber wir wollen keine Spielverderber sein: letztlich ist der Spot doch sehr unterhaltsam…
Die Umwelteigenschaften eines Produktes werden immer wichtiger für die Kaufentscheidung der Verbraucher. Damit steigt das Interesse der Unternehmen, umweltbezogene Aussagen in der Werbung zu treffen. Das ist wohl gar nicht so einfach, oder einfach zu leicht zu übertreiben.
Um Fehler und Irreführungen zu vermeiden, hat nun die Internationale Handelskammer (ICC) ein neues globales Rahmenwerk zu verantwortlicher Umweltkommunikation veröffentlicht. Die Checkliste wendet sich an Marketing- und Werbefachleute und bietet eine praktische Hilfestellung für umweltbezogene Werbung.
“Das neue Rahmenwerk hilft Marketingverantwortlichen und ihren Agenturen dabei, Botschaften zu entwickeln, die den Grundprinzipien von wahrheitsgetreuer, ehrlicher und sozial verantwortlicher Werbung entsprechen”, sagt John Manfredi, Vorsitzender der Kommission Marketing und Werbung der ICC.
Wie gut ein Unternehmen beim Umweltschutz ist, hängt entscheidend von seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ab. Auf ihr Handeln kommt es an, wenn es darum geht, durch viele kleine Maßnahmen eine kontinuierliche Verbesserung zu bewirken und Ressourcen einzusparen. Bei der Verwirklichung dieser Ziele stehen sowohl Umweltbeauftrage in großen Unternehmen als auch Führungskräfte in kleinen und mittleren Betrieben häufig vor Fragen und Problemen. Ein wesentlicher Punkt ist dabei die Motivation der Mitarbeiter.
Deshalb haben das Bayerische Landesamt für Umwelt (LfU) und die IHKs in Bayern Materialien herausgegeben, die zeigen sollen, wie Unternehmen mit einfachen Maßnahmen das Umweltbewusstsein ihrer Mitarbeiter stärken und die Umweltbilanz des Unternehmens weiter verbessern können.
Es geht um zehn Themen, die für den betrieblichen Umweltschutz eine zentrale Rolle spielen. Zu jedem dieser Themen gibt es Anregungen und Arbeitsmaterialien.
Im Mittelpunkt stehen zehn Poster, die über mehr oder weniger witzige Wortspiele und fachlichen Informationen zu kleinen, aber wirkungsvollen Verhaltensänderungen im Betriebsalltag anregen sollen.
Eine genial wie einfache Recycling-Idee und der Name - BookBook – passt zudem noch mehr als perfekt. Was liegt näher als sein MacBook in einem alten Buch zu schützen?! Der Inhalt/Seiten musste zwar dran glauben, aber schön sieht es defintiv aus.
Zum Thema Bio-Baumwoll-Schwindel hat Kirsten Brodde einen erfrischend klaren Beitrag geschrieben:
“Neues vom Planeten Ökomode: In einer Zeit, in denen der Markt für Biobaumwolle rasant wächst, verwundert es nicht, dass es zu Mauscheleien kommt. Es ist ein Zeichen für den Boom, bedeutet aber nicht automatisch Betrug im großen Stil.
Parallel zur Berliner Modewoche und zur Ökomesse TheKey.to wartete die Financial Times Deutschland heute auf der ersten Seite mit einer Betrugsstory auf. Die war allerdings schlecht recherchiert und unterstellte gleich, Biobaumwolle sei per se Schwindel.”