Mit ‘Nachhaltiger Konsum’ getaggte Artikel

Klima schützen & Geld sparen: Das Klimasparbuch

Donnerstag, 25. Februar 2010

Jeder kann dazu beitragen, das Klima zu entlasten. Und dabei Geld sparen. Wie einfach das mitunter geht, kann man im Münchner Klimasparbuch 2010 nachlesen. Der von der Landeshauptstadt München und dem oekom e.V. herausgegebene Ratgeber umfasst viele Lebensbereiche – vom ökologischen Bauen bis zur Ernährung. Neben Tipps zum Klimaschutz im Alltag enthält das Buch mehr als 60 Gutscheine - für Bio-Supermärkte, Bio-Restaurants und Naturtextilienläden in München, für Ferien auf dem Bio-Bauernhof und vieles mehr.

Dieses erste Klima-Gutscheinbuch Deutschlands vereint nützliche Tipps mit attraktiven Gutscheinen für einen nachhaltigen Lebensstil. Das Motto: “Was Sie schon immer übers Klima wissen wollten, wie Sie im Alltag zum Klimaschutz beitragen können – und wie Sie dabei auch noch bares Geld sparen”.

Klimasparbuch München

Klimasparbuch München

Hier gehts zum Klimasparbuch: http://www.oekom-verein.de/index.php?id=570

Das BookBook fürs MacBook

Montag, 25. Januar 2010

Eine genial wie einfache Recycling-Idee und der Name - BookBook – passt zudem noch mehr als perfekt. Was liegt näher als sein MacBook in einem alten Buch zu schützen?! Der Inhalt/Seiten musste zwar dran glauben, aber schön sieht es defintiv aus.

Gefunden bei und übernommen von “Lilli Green“:

Superkartoffel vs. Superwurst

Mittwoch, 09. Dezember 2009

Hurra! Da jauchzt das Vegetarierherz: Endlich gibt es einen Gemüse-Helden, der es mit Superwurst aufnehmen kann: “Die Schale ist hellbraun, das Fleisch saftig und gelb - rein äußerlich sieht die neue Kartoffel aus wie jede andere. Doch in ihrem Inneren ist sie anders”, schreibt die Agentur ddp über die neue Superkartoffel.

Kann sie es mit dem schlanken Schurken im Heldenkostüm, der Superwurst aufnehmen? “Superwurst rettet die Welt” heißt es noch immer beim Hersteller Ökoland: Denn Superwurst sei das weltweit erste verarbeitete Lebensmittel nach “Stop-climate-Change-Standard”! Wir sind beeindruckt. Allein: Warum kein Wort über die Emissionen der Tierzucht? Als wäre das nicht genug, reckt Superwurst auch noch politisch unkorrekt die Hand zum Gruße, wie uns Shopblogger zeigt:

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Aber die Enttäuschung folgt auf dem Fuße: Superkartoffel ist gar nicht zum Grillen geeignet. Sie fällt daher als vegetarischer Retter vorerst aus: “Ihre Zellen produzieren reines Amylopektin, eine Stärke, die in der Papier-, Textil- und Nahrungsindustrie benötigt wird. Die neue Kartoffel, die jetzt zum ersten Mal geerntet und verarbeitet wird, haben Fraunhofer-Forscher mit Hilfe eines neuen, besonders schnellen Züchtungsverfahrens entwickelt” schreibt ddp.
Aber nicht verzagen! Die Welt steht kurz vor einer landwirtschaftlichen Revolution aus dem Osten Deutschlands: Ein neuer Superreis, der in den Überflutungsgebieten der langsam ansteigenden Ostsee gedeiht:

Kein grünes Haar mehr an den LoHaS

Mittwoch, 02. Dezember 2009

Puh, das hat bestimmt gut getan. Auf 350 Seiten schreibt sich Kathrin Hartmann ihren Ärger vom Leib, Zielgruppe der Kritik: die Lohas, inklusive aller Unternehmen, die sich dieser Konsumentengruppe annehmen. Im Kern lautet ihre Botschaft, nachhaltiger Konsum werde die Welt nicht retten, sich an Bäume zu ketten sei sinnvoller als Bäume zu pflanzen (bzw. pflanzen zu lassen, etwa von Toyota). Dabei gerät jedoch einiges in den Sog der „Analyse”, das dort eigentlich nicht hingehört.

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Fleisch-Massenkonsum klug visualisiert

Montag, 26. Oktober 2009

Hier eine sehr anschauliche Animation, die mittels eines Counters zeigt, wie viele Tiere pro Sekunde in den USA geschlachtet wurden (die Berechnung basiert auf dem Fleischkonsum von 2008).

Mehr Infos zu der Kampagne unter http://www.animalvisuals.org/

Rewe-Chef geißelt Discounter-Wahn

Freitag, 16. Oktober 2009

Zur Eröffnung der weltgrößten Lebensmittelmesse Anuga in Köln ging Rewe-Chef Caparros letzte Woche mit der eigenen Branche hart ins Gericht: Nirgends sei der Billig-Wettbewerb so ausgeprägt wie bei uns, sagt der Boss von Deutschlands zweitgrößtem Lebensmittelhändler (Penny, toom, Comet), wie auf Spiegel Online (14.10.2009) zu lesen ist, - und plädierte für mehr Nachhaltigkeit in der Lebensmittelindustrie.

Weiter schreibt Spiegel Online: “In keinem anderen Land, so weist Caparros Redemanuskript aus, sei der Marktanteil der Discounter höher. Nirgendwo sei man so preisfixiert wie in Deutschland. Und wer ist Schuld daran? “Wir selbst”, so Caparros, dessen offene Worte für merkliches Erstaunen unter den anwesenden Lebensmittelmanagern sorgten. Wir, damit meint der Rewe-Chef Handel und Ernährungsindustrie. “Wir selbst haben an der Erziehung vieler, vieler Verbraucher zu gnadenlosen Schnäppchen-Jägern mitgewirkt.”

Der “mörderische Preiswettbewerb” mit bislang zehn Preissenkungswellen in diesem Jahr sei kein zukunftsfähiges Geschäftsmodell, sondern Wertvernichtung. Da inzwischen selbst die Discounter (zu Rewe gehört der Billigableger Penny) Umsatz einbüßten, könne es so nicht weitergehen. “Wir müssen endlich zur Besinnung kommen”, so Caparros fast flehentlich. Der Weg aus dieser Preisspirale nach unten sei Nachhaltigkeit - nur darüber könne es gelingen zu “verantwortungsvollen”, also höheren Preisen zu kommen.

Das erstaunt - denn bislang haben viele Konzerne das Thema Nachhaltigkeit achtlos an die PR-Abteilungen abgeschoben. Man machte hier bei einem Ökoprojekt mit und sparte dort ein wenig Abfall - zu einer Reorganisation des Kerngeschäfts unter ökologischen und sozialen Gesichtspunkten war aber kaum ein Unternehmen bereit.

Das soll sich jetzt ändern: Caparros will nun statt mit Marketing oder “irgendwelchen Gimmicks” mit Projekten überzeugen: Mithilfe von ausgewählten Vertragslandwirten sei die Pestizidbelastung um über 20 Prozent gesunken, Strom beziehe Rewe seit 2008 zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energien. Bis 2015 soll der CO-2-Ausstoß des Konzerns um 30 Prozent sinken - deutlich stärker als bei den Konkurrenten Metro und Edeka.”

Quelle: http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,655039,00.html

Nachhaltiger Konsum: Konzentrieren auf die Big Points

Samstag, 26. September 2009

Entgegen der eigenen Einschätzung ist der der durchschnittliche Ressourcenverbrauch von LOHAS nicht niedriger als der des Durchschnitts. Denn LOHAS konsumieren zwar in einigen oder auch in vielen Bereichen nachhaltig, machen diesen Vorspruch jedoch durch andere, nicht-nachhaltige Konsumentscheidungen wieder zunichte. Es nützt zum Beispiel nichts, Energiesparlampen und Jute-Taschen zu verwenden, wenn man trotzdem zum Urlaub das Flugzeug nimmt. Michael Bilharz fordert daher, Großes groß zu reden. Das bedeutet: “Statt zu versuchen, nachhaltigen Konsum in seiner diffusen Gesamtheit zum Trend machen zu wollen, konzentrieren wir uns darauf, die besonders relevanten Maßnahmen zum Trend zu machen”, schreibt er in der aktuellen politischen ökologie. “Damit lenken wir die Aufmerksamkeit weg von den Peanuts hin zu den sogenannten Big Points nachhaltigen Konsums.” Das ginge einfacher als die meisten dächten: Wichtige Dinge an prominenter Stelle groß thematisieren. “Der kleine aber wichtige Unterschied liegt darin, nicht auch, sondern in herausragender Form darüber zu kommunizieren. Klassisches Agendasetting eben.”

Zu den Key Points nachhaltigen Konsums zählen die Wärmedämmung von Gebäuden, Investitionen in Erneuerbare Energien, hoch effiziente Autos, CarSharing und Bio-Lebensmittel. Dass nicht alle Menschen das Geld hätten, um sich eine Solarnalage zu finanzieren, sei kein Grund, wieder Peanuts in den Vordergrund zu stellen. Vielmehr gehe es darum, kreativ nach Lösungen für alle zu suchen.

Die Idee der Key Points sei nichts anders als strategisches Denken. Um das strategische Denken vom Ziel her besser in der Nachhaltigkeitskommunikation zu verankern, nennt Bilharz fünf Leitsätze:
_ “Konkrete Visionen” statt “Sich im Detail verlieren”
_ “Das wichtigste zuerst” statt “Alles ist wichtig”
_ “Auf Investitionen setzen” statt “An Routinen scheitern”
_ “Strukturpolitik betreiben” statt “Wertewandel predigen”
_ “Kritische Masse erreichen” statt “In der Masse versanden”


Literatur: Michael Bilharz: Großes groß reden! In: politische ökologie 117, September 2009
Michael Bilharz: Key points nachhaltigen Konsums, 2008, Metropolis Verlag. ISBN 978-3-89518-663-9