Für die Werbebranche ist das Finale der Football-Liga NFL einer der wichtigsten Termine des Jahres. Die Industrie produziert größtenteils Kampagnen einzig und allein für die “Super Bowl”-Werbepausen. So auch Audi. Deren “Green-Police”-Kampagne sorgte für einigen Unmut, aber auch zur Belustigung. Im Mittelpunkt der nicht gänzlich ernst gemeinten Social Media-Kampagne steht die fiktive “Green Police”, die es sich – unterstützt von Audi – offenbar zur Aufgabe gemacht hat, unsere Umwelt vor der Zerstörung zu retten. Sie verfolgt Umweltsünder, die Pastik- statt Papiertaschen kaufen oder den Müll nicht korrekt trennen. Wer einen Audi fährt, kommt hingegen mühelos durch die Straßensperren, die alle anderen Dreckschleudern aufhalten und abkassieren.
Während mehrere US-Medien for allem der Begriff “Grüne Polizei” aufstieß - in den USA nannte man die Ordnungspolizei der Nazis in Deutschland so - wächst auf anderer Seite der Vorwurf des Greenwashing weiter heran, ist doch Audi mit seinem Fuhpark bislang nicht durch sonderlich spritsparende Modelle oder innovative Technologien in Erscheinung getreten. Die Green Police wird so zum Greenwash-Gehilfen.
Aber wir wollen keine Spielverderber sein: letztlich ist der Spot doch sehr unterhaltsam…